handgemachte spezialbiere

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Braugang 7 - 12.09.21

50 Liter Drachenbier / 50 Liter Indian Pale Ale

Fast 1 Monat kein Bier gebraut….das bedeutet viel Bier ist nicht mehr an Lager. Höchste Zeit wieder zu Brauen. Der Fall war klar. Drachenbier muss gebraut werden. Dieses Bier habe ich bisher am Besten verkauft und kommt bei den meisten auch sehr gut an. Seit kurzem ist mein Bier auch im Jägerstübli in Zofingen erhältlich. Auch da ist das Drachenbier sehr beliebt. Dazu steht noch ein fruchtiges IPA auf dem Plan. Mein Vater heizte die beiden Braumeister am Morgen auf die gewünschte Temparatur. So musste ich nur noch das Malz schroten und einmaischen. Der heutige Brautag verlief sehr gut, wodurch wir heute auch sehr schnell beim Hopfenkochen angekommen sind. Beim Drachenbier kommt neben dem Hopfen noch Gundelrebe in die Würze, was dem Bier eine grasig und frische Note gibt. Beim IPA habe ich Hopfen ausgewählt, welche dem Bier einen fruchtigen und vollmundigen Geschmack geben. Ich bin jetzt schon gespannt wie sich die Geschmacksnoten bei den beiden Bieren entwickeln wird. 

Braugang 6 - 07.08.21

50 Liter Drachenbier / 50 Liter Indian Pale Ale

Meine heutigen Biere braute ich für eine Kunstausstellung welche im September stattfindet. Wie immer zu Beginn bereitete ich die Malzschüttung für die beiden Sude zu. Anschliessend heizte ich das Wasser auf 50 Grad hoch damit ich das Malz einmaischen und mit der ersten Rast beginnen konnte. Die weiteren Rasten verliefen alle planmässig so konnte ich am Mittag das Hopfenkochen starten. Ich habe bei beiden Bieren meine Hopfezusammensetzung etwas abgeändert, damit die Biere noch mehr Aromen entfalten können. Nach dem Kochen füllte ich die Biere in die Gärtanks und fügte die Hefe hinzu. Nachdem das Bier jetzt sicher in den Tanks ist, kommt die etwas mühsamere aber sehr wichtige Arbeit…das Reinigen der Geräte und Schläuche. Nach einem Brautag bin ich immer froh, wenn ich mich entspannen kann und ein feines Bier trinken kann….Prost!!

Braugang 5 - 01.07.21

50 Liter Blond / 50 Liter Pale ALe

Heute hatte ich einen etwas spezielleren Brautag. Da die Biersorten Indian Pale Ale und Blond fast weg sind, war ich gezwungen diese Sorten sobald als möglich wieder zu brauen. Weil ich bald in die Ferien gehe, war heute der letzt mögliche Tag zum Brauen, da ich das Bier noch vorher in die Flaschen abfüllen möchte. Den Brautag habe ich somit schon länger festgesetzt. Zwei Tage vor dem Brautag rief mich jedoch mein Onkel an und fragte mich, ob ich an diesem Tag mit ihm Alpakas von der Alp abholen komme. Da ich relativ flexibel bin, sagte ich ihm zu. Also bin ich heute Morgen nun mit meinem Onkel Richtung Berner Oberland gefahren. Es war eine schöne aber lange Fahrt nach Äschi oberhalb vom Thunersee. Die Alpaka-Farm liegt auf einer Kuppe mit wunderschöner Aussicht auf die Berglandschaft. Während wir die Alpakas nun zurückholten beauftragte ich meinen Vater das Wasser und das geschrotete Malz in die Braumeister zu schütten und die beiden Braugänge zu starten. Als ich dann am Mittag wieder zu Hause war, konnte ich sogleich mit dem Hopfenkochen beginnen. Beim Indian Pale Ale habe ich die Rezeptur beim Hopfen leicht angepasst, damit es noch ein wenig mehr Hopfenaroma bekommt. Nach dem Kochen und dem anschliessenden Kühlen füllte ich die Bierwürze in die Gärtanks und fügte die Hefe hinzu. Es war ein anstrengender Tag. Die Fahrt ins Berner Oberland hat mir trotzdem sehr gut gefallen.

Braugang 4 - 16.06.21

50 Liter Irish Stout / 50 Liter Seasonal Holunder

Den heutigen Brautag verbrachte ich mit einem pensionierten Hobby-Brauer (Horst), welcher als Biochemiker gearbeitet hat. Ich kannte ihn vorhin nicht. Das Treffen kam über mehrere Ecken zustande. Wir verstanden uns jedoch gleich zu Beginn sehr gut. Wie immer beim Brauen schroteten wir zu Beginn die Malzmischung für die beiden Brausude. Zum ersten Mal steht auch ein dunkles Bier auf dem Sudplan. Da ich gerne experimentiere, fügte ich der Schrottmischung ein wenig Kaffee hinzu, damit die Röstaromen noch besser zur Geltung kommen. Als die Mischung dann in den beiden Braumeistern waren, konnten wir entspannt einen Kaffee trinken und ein Gipfeli essen. Als wir dann weitergebraut haben, tauschten wir uns über alle möglichen Themen im Brauen aus….natürlich mit einem feinen Luterbächlibier! So konnte ich von ihm und er von mir lernen. Der Brautag ging dann auch relativ schnell ohne grössere Probleme zu Ende und wir füllten die Bierwürze in die Gärtanks zur Lagerung ab. Für das Holunderbier sammelte ich am nächsten Tag Holunderblüten ein und legte diese zusammen mit Zitronenabrieb in eine Limoncello- und Whisky-Mischung ein. Als die Mischung dann einige Stunden eingelegt war, kochte ich das Konzentrat auf. Daraufhin kippte ich die Mischung in den Gärtank. Ich freue mich jetzt schon auf die beiden Biere! Zum Glück kann ich jeden Tag ein wenig davon degustieren. 🙂 

Braugang 3 - 01.06.21

50 Liter Drachenbier / 50 Liter Steampunk bourbon Space ale

Heute konnte ich endlich den Braugang vom 19.05.21 nachholen. Die Ersatzpumpen von Speidel sind gestern angekommen. Diese habe ich dann auch noch am selben Tag getestet…alles lief reibungslos. Ich bin heute etwas früher aufgestanden, da ich das Malz noch schroten musste. Als ich das dann erledigt hatte reinigte ich die Braumeister und befüllte sie dann mit Wasser. Während ich die beiden Braumeister starten liess, bemerkte ich, dass einer der BM komische Geräusche machte…wie ein Knistern beim Feuer. Somit war ich gezwungen, das Wasser wieder ablaufen zu lassen und zu überprüfen, ob ein technischer Fehler in der Pumpe vorliegt….evt. Wasser in Berührung mit Elektrizität?. Jedoch konnte ich nichts ausergewöhnliches feststellen und ich entschied mich trotz der Geräusche mit diesem Braumeister auch weiterzubrauen. Zum Glück lief dann alles reibungslos und ich konnte beide Braugänge erfolgreich durchführen. Etwas spezielles kann ich euch noch verraten. Den das Steampunk Bourbon Space Ale wird ab dem dritten Gärtag in ein Bourbon-Eichenfass umgefüllt und dort fertig gegärt….wenn das kein gutes Bier wird 🙂

Braugang 2 - 19.05.21

50 Liter Drachenbier / 50 Liter Steampunk bourbon Space ale

Wie beim ersten Braugang, habe ich das Malz am Vorabend geschrotet, damit ich am nächsten Morgen gleich mit dem Brauen beginnen kann. Als ich dann am nächsten Morgen aufgestanden bin, freute ich mich endlich wieder Brauen zu könne und befüllte sogleich die beiden Braumeister. Als ich die beiden Braumeister gestartet hatte, habe ich bei beiden Braumeistern noch eine neue Firmware heruntergeladen. Ich füllte das Malz ein und startete den Braugang. Als das Aufheizen vorbei war, laufen normalerweise die Pumpen an und die Würze wird nach oben gepumpt. Die Umwälzung (Wasser wird durch die Pumpe nach oben durch das Malz gepumpt) begann beim einen Braumeister problemlos. Die Pumpe des anderen Braumeister lief jedoch nicht an. Zuerst dachte ich, er bräuche halt etwas mehr Zeit. Als jedoch auch nach weitern Minuten nicht passierte, wusste ich das mit der Pumpe etwas nicht stimmt. Meine Gefühlslage war etwas angespannt. Ich konzentrierte mich dann auf meinen anderen BM. Ich war erleichtert, da immerhin dieser Sud gut verläuft. Doch plötzlich nach der ersten Rast, lief auch bei diesem BM die Pumpe nicht mehr. Ich dachte, ich sei in einem falschen Film. Ich holte meinen Vater und fragte, ob er das auch schon einmal hatte. Er gab mir dann zu verstehen, dass das nicht normal ist und wir beide Braugänge abbrechen müssen. Mir blieb also nichts anderes mehr übrig, als mit meinem Händler Kontakt aufzunehmen. Ich schrieb vor ab eine Mail und schilderte mein Problem. Als ich dann beim Shop angerufen habe, bestätigten sich meine Befürchtungen. Denn am Morgen habe ich noch eine neue Firmware installiert. Diese hat dann ein Fehler bei den Pumpen verursacht. Da keine Lösung an diesem Tag in Sicht war, war ich gezwungen, das ganze Malz wegzuwerfen…..ohne Ertrag! Als ob das nicht schon genug wäre, mussten natürlich auch alle Gerätschaften gereinigt werden. Und das war dann wirklich mühsam. Reinigen ohne Ertrag mit angespannter Stimmung. Zum Glück war dann dieser Tag auch einmal vorbei und ich hoffte die Software-Probleme werden bald behoben. Jedoch stellte sich auch das schwiergier heraus als angenommen. Den Speidel (Produzent der Braumeister) konnte keine Besserung der Software-Probleme in den nächsten Tagen garantieren. Glücklicherweise hatte Speidel noch Pumpen, welche auf dem Stand vor dem Update waren. Diese haben sie mir nun per Post zugeschickt. Die Lieferung erwarte ich in den nächsten Tagen und hoffe, dass ich bald wieder Bier brauen kann.

Braugang 1 - 24.04.21

50 Liter Blond / 50 Liter Pale ale

Voller Vorfreude habe ich am Abend vor dem ersten Braugang das Malz geschrotet. Dabei mussten wir zuerst die Schrotmaschine auseinander nehmen und putzen, da diese nun schon längere Zeit nicht mehr in Gebrauch war. Am nächsten Morgen war es dann soweit. Zum ersten mal konnte ich meine neu gekauften Braumeister von Speidel aufstarten. Als Einweihung haben wir in beide Braumeister ein älteres Bier von uns hineingegossen. Nach dem alles wieder geputzt war, befüllte ich zum ersten mal meine beiden Braumeister mit Wasser. Danach startete ich das Brauprogramm. Alles Rasten verliefen problemlos auch das Hopfenkochen am Schluss hat bestens geklappt. Das erste Problem hatten wir dann beim Abkühlen. Die neuen Braumeister-Serien haben einen integrierten Kühlmantel. Das heisst man kann kaltes Wasser durch einen Schlauch lassen, welches durch einen Mantel am Braumeister fliesst. Das soll dabei helfen, dass das Bier schnell abkühlt. Bei uns hat dieser Vorgang jedoch länger als 30 Minuten gebraucht, was wiederum sehr viel Wasser verbraucht hat. Beim nächsten Braugang müssen wir uns da etwas schlaueres einfallen lassen. Als das Bier dann doch die optimale Temparatur hatte, füllten wir das Bier in die Gärtanks und gaben schlussendlich die Hefe mit rein. Das Bier konnten wir dann in unseren Lagerraum stellen.